Haithabu
Richtet sich an alle Wikinger da draußen......die noch Informationen über ihre Vorfahren brauchen.
Langhäuser in Ribe
Kleidung und Waffen der Wikinger
Die Grundausstattung für alle Skandinavier konnte in den verschiedenen Handelszentren wie, Haithabu, Birka, Dorestad, York und Dublin gekauft werden.
Zur Grundausstattung gehörten
eine Tunika(Langärmliches Hemd) aus Wolle oder Leinen, knielang. Unter der Tunika wurde ein Hemd aus dem gleichen Material getragen, nur feiner gewirkt mit eng anliegenden Hosen. Aber es gab auch extrem weite Hosen, unter den Knien geschnürt, vielleicht sogar gestreift, einige hatten Strümpfe aus Textil oder Leder, die zu den Knien führten.
Die Schuhe wurden aus weichem Leder hergestellt und etliche hatten Holzsohlen. Über das ganze kam ein Kleidungsstück aus Pelz. Lieblingsfarben der Wikinger waren rot, grün, scharlach, rotbraun, blau, grün und weiß.
Der Wikingermann achtete gut auf sich selbst. Seine Haarpracht und Bart waren gut gepflegt. Die Dänen hatten dunkleres Haar als die Wikinger im Norden, die blond bis rotblond waren. In Haithabu und anderen Handelszentren waren sie sicher anzutreffen.
Ihre Grundwaffen waren, Axt, Schwert (ein Sax, Kurzschwert), Speer, Bogen, und ein Messer im Gurt hängend. Die Waffen bekamen Namen wie ; 'Brynju-biter/ Kettenhemdbeißer, Langhvass /Langscharf, Gullinhjalti/Gold im Griff' usw. Zwischen drei Sorten Äxten konnte gewählt werden: die Bartaxt aus dem 8. Jahrhundert oder die gewöhnliche Axt, oder die Breitaxt aus dem 10.Jahrhundert. Diese Waffen wurden von den 'Huskarls' in der Schlacht bei Hastings in 1066 benutzt.
Die Laxdöla Saga sagt aus, dass das Blatt 46 cm lang war. Die Axt des Heiligen Olafs wurde 'Hel', nah der Todesgöttin genannt. Es gaben zwei verschiedene Speere, zum Werfen oder Stoßen. Der Letztere hatte eine breite Klinge und saß auf eine Eisenstange. Der Bogen war 185 cm lang und sie trugen um die 40 Pfeile im Köcher. Die Schilder waren normal rund mit einem Diameter von 76-102 cm, ½ cm dick, und aus Lindenholz. Auch sie wurden gefärbt in in den Lieblingsfarben der Wikinger. In der Schlacht bei Nesjar in 1015 hatten etliche Männer St. Olavs goldene Schilder mit einem Kreuz bemalt in rot oder blau. (Hier, ein christlicher norwegisches Heer) Die meisten Wikinger trugen Helme/Hjalmr und Kettenhemden/Brynje. In Haithabu wurden diese bestimmt gehandelt, repariert und hergestellt. Das Kettenhemd von Gjermundubu (Norwegen) ist das einzige gefundene das gut erhalten ist. Viele trugen auch Rentierhäute, die undurchdringlich waren. Die norwegischen Wikinger sahen aus wie die Anglodänischen 'Huskarls' auf dem Bayeux Teppich. Vor der berühmten Überraschungsschlacht an der Stamford Brücke in 1066, hatten sich Haralð Haarðraaðes Männer Ihre Kettenhemden ausgezogen, schade, schade….der Rest ist Geschichte.
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Gabelbart, Svein 985-1014.= Sohn `Gottfrieðs, Gutt-orms, Guþ(th)rums, Gorm’s, Aþelstans (nach der Taufe) vereinigte Dänemark, das im 10. Jahr(im Jahre 983). Es wurde auch einen Runenstein zur Erinnerung an den, Hauskarl, Eirik gesetzt, der im selben Jahr in der Haithabuschlacht fiel. Im Jahre 987 wurde er von seinem Sohn Svein Gabelbart abgesetzt, der England 1013 einnahm, er wurde König im Jahr 1014. Svein schaffte es nicht ganz Danmark unter sich zu regieren. Einen paar Monate später verstarb er. Knut Sveinsson ‚der Große, folgte als Regent. Er kämpfte und gewann der ‚Svolder‘ Schlacht zur See gegen Olav Tryggvasson und seiner ‚Großen Schlange‘. (Siehe unter 1013, Knut Sveinsson ‚der Große‘, der Dänenkönig, son des Svein Gabelbart’s.) Blauzahn, Gormsson, Haralð, dänischer König.= Der Sohn von König Guttorm. Æthelstan,Guttorm, Gorm der Alte verheiratet mit Königin þ(Th)yra. Die heutige Königin von Dänemark, Margarete, kann ihren Stammbaum bis zu bis Haralð zurückführen. Getauft wurde er um 965. Sein Sohn Sven Gabelbart, riss die Macht 986 an sich. Er war ein dänischer König der eingesehen hatte, dass er von Christen wie in einem Zangengriff umringt war. Blauzahn war der Gründer der Jomsborg und der Joms-wikinger. Er zahlte Tribut an den Deutschen Kaiser Otto I. in Quedlinburg im Jahr 972. Als Kaiser Otto I. die Schlacht in Colonne, Calabrien, Spanien, gegen den Sarazenen verlor, marschierte Haralð schnurstracks nach Sliasvig bei Haithabu und zerstörte mit Hilfe seines Sohnes Svein Gabelbart Ottos Burg bei Sliasvick. (Oft wird Haithabu mit Sliasvick verwechselt.) Der Sohn Svein Tjugeskjegg nahm die Macht des Vaters in einem Aufruhr im Jahre 986 an sich. Siehe unter Gorm der Alte). (Siehe unter Fyrtkat, Aggersborg und/oder Trelleborg, Siehe auch der ‚Jelling Stein‘). Fränkische Einflüsse auf Skandinavischer Kunst.= Selbst in Frühwikingerzeit hatte dieser zoomorpher Stil einen großen Einfluss auf die Skandinavische Kunst. Die Deutschen Franken brachten einen ganz anderen Stil um 800 mit nach Haithabu und in ander Handelszentren; einen Pflanzenornamentstil das ein klassisches Motiv in der Antike war. Dieser Stil wurde 200 Jahren von den Skandinaviern akzeptiert. -------------------- Halvðansson, Guðrøð, ‚Veidekönig‘ Norwegen, 780-821.= Er war der Vater Halvðan Schwarzes, der Großvater Haralð Schönhaars. Guðröð war König in Vestfold, Romerike und die ½. von Vingulmark. (Siehe unter Vingulmark). Er heiratete Alvhilð Alvarinsdottir, Tochter des Alvarin Alvheim (von Bohuslän, Sweden), die früh starb. Danach wollte er Aasa Haralðsdottir ehelichen. Ihr Vater Haralð lehnte ab. Guðdröð ermordete dann Haralð und dessen Sohn Gyrð, raubte Aasa und ehelichte sie. Guðröð wurde auf Befehl Aasas im Jahre 821 ermordet . Die Gründe hierfür sind oben gelistet. Einer ihrer Diener rammte seinen Speer in Guðröð. Schwarze, Halvdan Guðröðsson ‚Schwarze‘ 810-860.= War der Sohn des Guðröð Halvdansson, der ‚Jagdkönig‘. Halvdan war Vater des Haralð Schönhaars. Haralðs Mutter war Aasa Haralðsdottir. Er gehörte in die ‚Ynglinga Sippe‘, geboren bei Kolbu on Toten, Norwegen. Er ist der Halbbruder von Olav Geirstað-Alf, hat ein Teil des Königreiches Vestfolð geerbt, dazu kamen später die Gebiete Opplanð und Viken der (heutige Oslo Gegend). Die Sage erzählt dass er auf dem ‚Halvdanshügel‘ in Kreis ‚Hole‘, beerdigt ist. Snorre schreibt dass er mitsamt Pferd auf dem winterlichen Randsfjord durch das Eis ging und hier verstarb. 4 Landkreise wollten seine Leiche für eine Hügelbeerdigung haben. Man konnte sich nicht einigen so wurde der Körper gevierteilt und jeder Kreis bekam ihren ‚Halvdanshügel‘. (Diese Geschichte Snorris Sturlussons mag frei erfunden sein, da wir keine andere Quellen hierfür haben). Gokstad Schiff.= Gebaut um 850-900. Ausgegraben im Jahre 1880 auf dem Gokstad Bauernhof bei Sandefjord, Norwegen. Das Grabschiff für einen toten Mann, um 60 Jahre alt und sein Körper (Skelett) war 1 Meter 80 Zentimeter groß. Er litt an Gicht, das Schiff wurde gefunden in nahezu perfektem Zustand unter einer Erdschicht. Zunächst in einem Osloer Universitätsgebäude, so wie es gefunden wurde, untergebracht. Der Ausgrabungsort ist in der Vorzeit mehrmals geplündert worden. Man meint das es König Olaf Guðröðsson, Sohn des König Guðröð Halvdansson (Haralð Schönhaars Großvater) von Vestfolð, Norway. (Prof.A.W. Brøgger, Uni Oslo. ca. 1920. Andere Forscher meinen daß es nicht König Guðröð Halvdansson war, sondern Olav Geirstad Alv, der Halbbruder Halvdan Schwarzes (Vater des Haralð Schönhaars). Es war ein schnelles Schiff im 9. Jahrhundert, 24 Meter lang, 5.3 Meter breit und 1.75 Meter hoch, Bug und Achtersteven jeweils aus einem Stück Holz geformt. Das Schiff wurde genagelt und mit Eichenstopfen gebaut. Es hatte 16 Reihen Holzbretter, davon 9 unter der Wasserlinie. Um das Schiff unter der Wasserlinie dicht zu machen, wurde ein Wollband mit Teer eingesetzt und in die Naht gestopft. Es hatte ein Seitenruder, 3.3 Meter lang, das mit einem Lederstreifen an der Reling befestigt war. Die Riemen waren 5 Meter lang, aus Tanne oder Kiefernholz und das Schiff konnte 64 Ruderer, 32 Ruderer je Schicht, unterbringen, dazu Steuermann und Ausguck. Die Riemenlöcher konnten mit den Schildern verdeckt werden. Das Schiff konnte ca. 9 Tonnen Ladung oder 50 bis 70 Wikinger mit 2.5m³ Wasser, 400 Kilo Waffen und 500 Kilo Fracht, tragen. Sachkundige meinen, dass dieser Schiffstyp für die Wikingerabenteuer im Mittel- und Schwarzen Meer eingesetzt wurde. Es wurde 1929 nach Bygdö, die Museumsinsel in Oslo gebracht um von Ingenieur Frederick Johannesen restauriert zu werden. Alle gefundenen Materialen waren erstklassig erhalten. Bug und Achtersteven waren leider zerstört, dort wurde eine freie Rekonstruierung diese Teile angebracht. Bei der Restaurierung fand man Reste von roter, gelber und schwarzer Farbe, vielleicht von den Schildern. Das Ruder ist eine Kopie.
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